Kinderkirche

Aktuelle Meldung/ Termine:

Coronabedingt findet derzeit leider keine Kinderkirche statt.

Wir hoffen, dass im Sommer 2021 die Kinderkirche wieder stattfinden wird. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, werden wir die Kinderkirche in der St. Laurentiuskirche durchführen. Dazu haben wir ein Hygienekonzept mit der Kirchengemeinde abgestimmt. Sobald es für 2021 Termine gibt, werden diese hier veröffentlicht.

Kinderkirche St. Laurentius Waldstetten

Jede 4 bis 6 Wochen lädt das Kiki-Team zur Kinderkirche ins Begegnungshaus ein. Die Kinderkirche findet parallel zur sonntäglichen Hauptmesse statt und richtet sich an Kinder ab dem Kindergarten bis zum Grundschulalter in Begleitung eines Erwachsenen.

Dabei orientieren wir uns thematisch nach dem Kirchenjahr und Erzählungen aus der Bibel und machen dies für die Kinder mit Liedern, Bewegungen, Spielen, Tänzen, Legematerialien oder Rollenspielen lebendig erlebbar und begreifbar. Durch das eigene Mitwirken und Tun der Kinder werden sie in die Thematik voll eingebunden.

Wie läuft die Kinderkirche bei uns ab?

Wir feiern die Kinderkirche nach festen Ritualen, d.h. ein gleicher Ablauf zieht sich wie ein roter Faden durch jede Kinderkirche. Bekannte Lieder und Gebete sind fester Bestandteil jeder Kinderkirche.

Die Mitte wird mit Tüchern, Kerze, Bibel, Kreuz und Blumen thematisch gestaltet.
Nach einem Eingangslied beginnen wir mit der Begrüßung und dem Kreuzzeichen und einem Tagesgebet.
Die Kinder werden mit einem Gespräch auf das Thema eingestimmt. Anschließend findet unser Aktionsteil statt. Dieser sieht immer unterschiedlich aus. Er kann ein Rollenspiel, eine „aktive Geschichte“ oder dergleichen beinhalten. Daran schließen sich gemeinsame Fürbitten und das Vater Unser an. Bevor wir zum Segen in die Kirche gehen, gibt es eine Bastelaktion. Zur Kommunionausteilung stoßen wir dann zum Gottesdienst in der Kirche dazu, um zum Schluss gemeinsam mit der Gemeinde den Segen zu erhalten.

Seit vielen Jahren gibt es unsere eigne „Kinderbibel“. Dieser große Ordner wird nach jeder Kinderkirche durch ein Plakat ergänzt. Das jeweilige Thema wird von einem Kind bildlich festgehalten – eine wunderschöne und kreative Erinnerung an jede einzelne Kinderkirche. Jedesmal melden sich viele Kinder und wollen unbedingt die Kinderbibel zum Gestalten mit nach Hause nehmen und bei der folgenden Kinderkirche stolz ihr Bild zeigen.

Wir freuen uns über Verstärkung…

...wir sind ein Team von derzeit acht Frauen, die im Wechsel und meist im Zweierteam eine Kinderkirche vorbereiten und durchführen. Wer sich für unser Team interessiert und mitmachen möchte, meldet sich gerne bei Simone Frey (Tel: 07171/1813881) oder per Mail bei kinderkirche-waldstetten@gmx.de.

Rückblick und Archiv:

Aktionen und Rückblick:

Aktion der Waldstetter Kiki im Advent 2020: „Sterne leuchten uns durch den Advent“

Aktion der Kinderkirche "Sterne leuchten uns durch den Advent"
Rund 48 Familien und insgesamt 90 Kinder haben die Materialien für die Adventsaktion zugestellt bekommen. Auf dem Sternenhimmel in der St. Laurentiuskirche leuchteten zahlreiche gelbe und silberne Sterne. Es freute uns sehr, dass wir auf eine so große Resonanz mit unserer Idee gestoßen sind. Das Bastelbild – der große Stern mit den passenden Bildern zur Geschichte je Adventssonntag - wurde in der Kirche an jedem Adventssonntag ergänzt. Zum Abschluss durfte sich edes teilnehmende Kind ab dem 4. Advent ein kleines Geschenk beim Sternenhimmel in der Kirche abholen.

Kinderkirchen-Aktion: „Dem Glauben Beine machen“ – Pilgern mit Kindern rund um die Seelsorgeeinheit (Juni-Juli 2020) (Kopie)

Über 60 Kinder pilgern gegen Corona

Die Waldstetter Kinderkirche der katholischen Laurentiuskirche macht aus der Not eine Tugend

Die Coronakrise ist an keinem spurlos vorbeigegangen im Gegenteil: in weiten Teilen der Welt grassiert sie aktuell immer noch. In Waldstetten hat man aus dieser Not eine Tugend gemacht. Als auch die Kinderkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Laurentius nicht mehr veranstaltet werden konnte, haben sich die Organisatoren etwas Schlaues überlegt.

Von Timo Lämmerhirt

Per Videokonferenz hatten sich die Organisatorinnen zusammengeschaltet und überlegt, was man machen kann, um die Kinderkirche auch in Zeiten fortzuführen, indem man sich nicht mehr treffen kann. Herausgekommen war die Idee des Pilgerns. „Nach Ostern war alles etwas abgeflacht, die Regeltermine mussten alle über den Haufen geworfen werden, die Spielplätze waren geschlossen und das Wandern schien uns doch die beste Lösung zu sein. Gepaart natürlich mit dem religiösen Gedanken, herausgekommen war somit recht bald das Pilgern“, erklärt Birgit Menrad vom Orga-Team. Gemeinsam mit Caroline Mika, Lena Rehm und Julia Schräder übernahm sie die Umsetzung. Religiöse Stätten, zu denen Kinder pilgern könnten, gibt es in und um Waldstetten genügend, so musste eine Auswahl getroffen werden. Ausgewählt worden sind die Reiterles-Kapelle bei Tanweiler, die Mariengrotte in Wißgoldingen sowie die Antoniuskapelle in Waldstetten und das Kreuz am Bronnforst. Letzteres wird gar von der Familie Schräder gepflegt und wurde somit schnell in den engeren Kreis mitaufgenommen.

Der Ablauf zu jeder Pilgerstätte verlief stets gleich. Zum Start konnten die Kinder ein Gebet sprechen und am Ziel auch. Um den geregelten Ablauf zu gewährleisten, hat das Team bei den Kindern, die sich im Vorfeld via Mail zum Pilgern angemeldet hatten, Pakete ausgefahren, die alle Unterlagen sowie einen Pilgerstab und einen Pilgerpass enthalten hatten. Auf dem Weg zur Reiterles-Kapelle beispielsweise mussten einen Stein suchen, den sie an der Kapelle ablegen sollten – als eine Art Sündenstein, den man an der religiösen Stätte symbolisch liegenlässt. „Mein Sohn fand das total faszinierend, wie sich die Steine immer weiter vermehrten von Besuch zu Besuch. Ich hatte die Kapelle betreut und so waren wir häufiger vor Ort“, erinnert sich Menrad. An der Antoniuskapelle sollte beispielsweise die Begleitperson beschenkt und eine Jakobsmuschel gesucht werden. Dazu sollten die Kinder einen Fingerabdruck auf einer dafür vorgesehenen Karte abgeben, um zu zeigen, dass sie dort waren. „Toll war dann, dass auch Pfarrer Horst Walter dorthin kam und auch seinen Fingerabdruck abgab“, freut sich Menrad. In der Mariengrotte wurde eine Kerze angezündet und konnten die Kinder Hoffnungssteine einsammeln, die sie mit nach Hause nehmen durften.

Der Rücklauf war überwältigend, freute sich das Kinderkirchenteam hinterher. „Wir hatten weit über 60 Anmeldungen, von denen fast alle sämtliche Aufgaben gelöst hatten. Damit konnten wir natürlich sehr zufrieden sein“, so Menrad. Die ersten teilnehmenden Kinder hatten ihren kleinen Pilgerpass im Pfarrbüro der Gemeinde abgegeben, als die Belohnungen in Form eines kleinen Armkettchens, auf dem „Wohin du auch gehst - Gott ist da“ steht, noch nicht da waren. „Die haben kurzerhand einen Eisgutschein bekommen“, erinnert sich Menrad noch an die Anfänge der Pilgerreise.

Wenngleich das Versammlungsverbot seitens der Kinderkirche mit dieser Pilgerreise sehr erfolgreich überbrückt werden konnte, sehnt man sich natürlich die regelmäßigen Kindergottesdienste herbei. „Wir hoffen darauf, dass wir nach den Sommerferien, so Richtung Herbst, wieder mal eine Kinderkirche veranstalten können“, blickt Menrad schon voraus. Die Kirchengemeinde arbeite aktuell für das Begegnungshaus noch an einem Hygienekonzept. Doch selbst, wenn es nicht so bald wieder eine „normale“ Kinderkirche geben wird, kann man sicher sein, dass das Kinderkirchenteam schon einen Plan B in der Tasche hat.

2019 feierten wir ein besonderes Jubiläum: „25 Jahre Kinderkirche“

25 Jahre Kinderkirche in Waldstetten

Ella Herkommer ist der Glaube schon immer wichtig gewesen. Und diesen Glauben wollte sie an ihre Kinder weitergeben, sie „zu lebenstüchtigen und glaubensfähigen Menschen“ heranziehen. Und das gehe doch am besten mit anderen Kindern, so ihr Gedanke. So hat sie vor 25 Jahren mit einigen Mitstreitern die Kinderkirche der Katholischen Kirchengemeinde Waldstetten ins Leben gerufen, die  am 20. Oktober 2019  ihr 25-jähriges Bestehen feierte. „Eltern möchten doch schließlich das Beste für ihr Kind und da gehört der Glaube dazu. Nach einigen Gesprächen war schnell klar, dass wir nicht die einzigen waren, die so denken“, erinnert sich Herkommer zurück. Man wollte spielerischer, ja pädagogischer an die Glaubensvermittlung herangehen. Der Grundgedanke zur Kinderkirche war geboren.  „Es ist schon erstaunlich, wie sich dieses Modell in unserer Gemeinde etabliert hat und immer noch Bestand hat, diese Kette niemals gerissen ist“, sagt Astrid Hönle, eine ehemalige Leiterin. Dies ist vor allem den rund 40 Mitarbeiterinnen der letzten 25 Jahre zu verdanken und daher beschloss das aktuelle Team der Kinderkirche um Simone Frey, das Jubiläum mit einem Familiengottesdienst und anschließendem Fest im Begegnungshaus zu feiern.

Die Kirche war bestens besucht, diesen besonderen Gottesdienst wollte sich niemand entgehen lassen. Die Messe gehalten hatte Pfarrer Andreas Braun, diesmal allerdings tatkräftig unterstützt von der Kinderkirche und dem SE-Chörle. Birgit Menrad, Beate Kornau und Angelika Lauerer haben den Gottesdienst vorbereitet und mitgestaltet. Begonnen wurde dieser mit dem Lied „Es läuten alle Glocken“ und beim Refrain „Gott liebt die Kinder, er lädt uns alle ein“ stimmten spätestens alle mit ein – vor allem die Kinder, denn mit diesem Lied beginnt auch immer die Kinderkirche.

Im Anschluss zog die Gemeinde schräg gegenüber ins Begegnungshaus, in dem an diesem Tag gemeinsam das Mittagessen eingenommen wurde. Barbara Bundschuh und Nadine Aubele vom Förderverein Klein- und Vorschulkinder sorgten hinterher für den Kaffee- und Kuchentisch und die Kleinen konnten basteln, sich schminken lassen oder einfach auf der großen Wiese zwischen Kirche und Begegnungshaus spielen. Viele fröhliche Gesichter sah man bei dieser Feier zum 25-jährigen Bestehen der Kinderkirche. Allen, die zu diesem schönen Fest beigetragen und daran mitgewirkt haben, nochmals an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. (Timo Lämmerhirt/ Simone Frey)